
Heute müssen Wissenschaftler ein besonders hohes Maß an geographischer Mobilität zeigen. Es liegt auf der Hand, dass dieser Umstand für mobilitätseingeschränkte Akademiker eine große Hürde darstellt.
Mobilitätseingeschränkten Behinderten entsteht also ein doppeltes Dilemma: Einerseits müssen sie sich trotz ihrer Behinderung im Konkurrenzkampf gegenüber ihren nicht-behinderten Mitstreitern durchsetzen. Andererseits müssen mobilitätseingeschränkte Behinderte gerade auf einem Gebiet besonders große Flexibilität zeigen, auf dem sie naturgemäß besonders eingeschränkt sind. Dieser Gesichtspunkt wird beim Ausgleich behinderten-spezifischen Mehrbedarfs oft nicht berücksichtigt.
Ziel des vorgestellten Projektes ist es, den behindertenspezifischen Mehrbedarf im Hinblick auf die Mobilität zu charakterisieren und Förderprogramme innerhalb der Wissenschaft auf die Frage hin zu untersuchen, ob der behindertenspezifische Mehraufwand im Zusammenhang mit Mobilität berücksichtigt wird.
Auch die eigene Arbeit soll kritisch betrachtet werden. Verschiedene von der Gemeinschaftsinitiative EQUAL durchgeführte Veranstaltungen sollen vor dem Hintergrund der Barrierefreiheit des Veranstaltungsortes, der Organisation, der Anreise und der Unterbringung beleuchtet werden.
Die gesammelten Erfahrungen sollen in die Organisation späterer Veranstaltungen einfließen und in einer Art Anleitung zur Veranstaltungsdurchführung mit mobilitätseingeschränkten Teilnehmern zusammengefasst werden.
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